6 Jun
2012
Posted in: Gartengestaltung
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So legen Sie einen Gartenteich an

Bevor Sie sich einen Gartenteich anlegen, sollten Sie sich Gedanken über den richtigen Standort machen. Denn ein späteres Versetzen ist schwer möglich oder mit sehr hohen Aufwand verbunden.

Ein Teich sollte so platziert sein, dass er gut einsehbar ist. Nicht nur damit Sie sich daran erfreuen können, auch wenn Kinder in der Familie oder Tiere sind, ist dem immer Aufmerksamkeit zu schenken. Sie sollten den Teich nicht unter Bäumen anlegen, denn herabfallende Äste, Laub oder Tannennadeln schaden nicht nur den Fischen, auch die Pflanzen können davon beeinträchtigt werden. Das Verhältnis zwischen Sonne und Schatten sollte ausgewogen sein, denn eine übermäßige Sonneneinstrahlung steigert das Algenwachstum. Ein halbschattiges Plätzchen wäre ideal. Optimal wäre, wenn der Teich nicht im Windschatten liegt, denn der Wind bringt auf natürliche Weise Sauerstoff in Wasser und sorgt somit für eine Zirkulation, damit das Wasser nicht so schnell absteht. Vor dem Anlegen eines Teichs, sollten Sie die Bodenbeschaffenheit überprüfen, denn dicke Wurzeln oder spitze Steine können die Folie oder gar das Teichbecken durchstoßen. Die Größe des Teichs, sollten Sie von der Größe des Gartens abhängig machen. Je größer der Teich, desto besser die Lebensbedingungen für die Fische und Pflanzen. Der Teich sollte eine gewisse Mindesttiefe haben, damit die Fische im Winter nicht zufrieren. Die Mindesttiefe sollte wenigstens 80 cm betragen. Je tiefer, desto besser. Sollten Sie einen Teich ohne Fische planen, kann er auch kleiner sein. Wenn Fische in der Planung sind, sollte der Teich mindestens 6m² groß sein. Kleinere Teiche, unter 5m² Größe, können mit einem Teichbecken angelegt werden. Darüber hinaus, sollten Sie ihn mit einer Teichfolie anlegen. Bevor Sie voller Tatendrang den Spaten in die Hand nehmen und die Erde ausheben, wäre ratsam, die Stelle vorher abzustecken. Bei  der Gestaltung des Teichs, sollten Tiefzonen festgelegt werden. Bei einem Teichbecken sind die Tiefzonen schon vorgegeben. Bei Folienteichen können die unterschiedlichsten Teichzonen frei gestaltet werden. Am günstigsten ist es, vorher eine Skizze anzufertigen. In der Planung sollte auch der Standort für Filter, Bachlauf und eventuelle Lichtquellen einfließen. Die Teichzonen spielen für die spätere Teichbepflanzung eine Rolle, weil nicht jede Pflanze an jeder Stelle gleich wächst. Die Zonen werden in Sumpfzone, Flachwasserzone und Tiefwasserzone aufgegliedert.

Die Sumpfzone ist eine flache Uferzone mit einer Tiefe von 10 bis 20 cm. Sie sollte nicht breiter als 30cm sein. Hier werden hauptsächlich Sumpfpflanzen gesetzt. Nicht nur, dass Sie den Teich optisch aufwerten, sie dient auch Fröschen Schutz und den Vögeln eine Tränke. Die Flachwasserzone geht übergangslos von der Sumpfzone über. Sie sollte eine Mindesttiefe von 20 bis 60 cm und eine Breite von 30 bis 500 cm haben. Diese Zone ist wichtig, da hier die Teichpflanzen wachsen sollen, die auch das Algenwachstum verhindern sollen. Die Tiefwasserzone beginnt ab ca. 60 cm Tiefe, sollten Fische geplant sein, natürlich tiefer, also mindestens 80 cm, damit das Wasser im Sommer nicht so aufheizt und im Winter nicht zufriert. Wenn Fische in der Planung sind, wäre eine Mindestgröße der Tiefwasserzone von 2m² optimal.

Zum Schluss kann nun der Teich mit Wasser befüllt werden. Bitte nicht auf einmal, sondern Schritt für Schritt. Zuerst ein Pflanzensubstrat einfüllen. Anschließend noch eventuelle technische Geräte anbringen (Pumpe, Filter und/oder Licht), dann die einzelnen Zonen bepflanzen und dann langsam befüllen. Anschließend die Ränder von eventuell überschüssiger Folie befreien und bepflanzen oder mit Kies und Steine einfrieden. Fische sollten erst nach einigen Wochen angesiedelt werden, damit der Teich sein ökologisches Gleichgewicht bilden kann.

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